| Für die Füllung + 1 TL Thymian + 5 TL Majoran + 1,5 TL Salz + 1 handvoll Backplaumen + 3 Äpfel der Sorte Boskopf + 1 Zwiebel |
Für überhaupt + 1 mittlere Ente vom Bauern (ca. 3kg) + Salz & Pfeffer + Nadel & Faden |
Kochzeit + 3 Stunden (Opa Wolff hat gesagt: Pro Kilo eine Stunde)
Am besten keine Mastente aus dem Supermarkt nehmen, sondern die vom Bauer Lehmann, zu finden am Rande eines jeden deutschen Städtchens + Die wohlgenährte Ente sollte ohne Federn, Kopf und Innereien sein + Zu hause das Federvieh gründlich mit Wasser auswaschen, danach in selbigem 30 Minuten wässern (also einfach im Wasser liegen lassen) + Nun wird der Hals abgetrennt, allerdings so, dass noch genug Halshaut zum späteren Schließen übrig bleibt + Wer hart im Nehmen ist, kann sich auch noch auf die Suche nach zwei gelben bohnengroßen Fettdrüsen machen + Sie befinden sich links und rechts vom Stütz und sollten auch entfernt werden + Aber Vorsicht: Nicht anschneiden die Guten, sonst gibt es ne Riesensauerei!
Soweit zur Vorbereitung + Kommen wir nun zur Füllung, denn erst sie gibt dem Geflügel seinen prägnanten Geschmack + Thymian, Majoran, Salz vermischen und damit den gesamten Enteninnenraum großzügig einreiben + Richtig: Hand rein da! Ja, von hinten + Zuguterletzt stopft ihr der Ente Bosköpfe (geschält, entkernt und geschnitten), Backpflaumen und Zwiebel (geschnitten) sachgemäß in den Bauch + Keine Bange, dass passt alles rein + Damit beim Garen im Ofen nix herausfällt, wird unsere Ente mit groben Stichen an Hals und Po zugenäht + Den so zugenähten Bock nun mit etwas Salz und Pfeffer von außen einreiben und danach 30 Minuten ziehen lassen
Ofen vorheizen auf 180 Grad + Gänsebräter mit 2cm Wasserhöhe füllen + Die Garung der Ente beginnt am Rücken, also zuerst die Brustseite ins Wasser + Nach 90 Minuten drehen wir das Tier vorsichtig so, dass die Brust oben liegt + Bitte recht vorsichtig, die Haut darf bei der Drehung nicht zerstört werden + Etwas Wasser nachgießen + Nach weiteren 80 Minuten sollte die Brust goldbraun sein + Um die Haut knusprig werden zu lassen, sollte man in den letzten 10 Minuten hin und wieder kaltes Wasser über die entsprechenden Knusperpartien laufen lassen.
Fertig!
Natürlich ist so eine Ente vor allem um die Weihnachtszeit beliebt + Cool dagegen ist allerdings Ente im Sommer + Da macht euch keiner was vor!
Kennt ihr Ente total anders?+ Wie wird Ente bei OmaMama zubereitet? + Wisst ihr nicht? + Dann fragt doch mal nach! + Bei uns gibt es standardmäßig Rotkohl und Kartoffeln dazu
Zutaten für 4 Personen
+ 1 halben Becher Senf
+ 2 EL Mehl
+ 120g Butter
+ 1 Locke Essig
+ 1 Überwurf Zucker
+ 10 Eier
+ Salz & Pfeffer
+ 1 kg Kartoffeln
Kochzeit + 30 Minuten
Zubereitung der Soße
Die Butter in einem Topf auslassen, dann mit ordentlich Mehl versehen + Kräftig und stetig umrühren, so dass sich keine Klüdder bilden + Sobald das mehlgetränkte Fett eine saftige goldbraune Farbe angenommen hat, mit einem halben Liter Wasser löschen + Jetzt nicht mit Senf, Salz, Pfeffer, Essig und Zucker sparen + Die letzten beiden so lange dreingeben, bis das ganze lecker ist + Süß-sauer soll es sein!
Der wichtigste Aspekt bei Senfeiern ist mit Abstand die Soße + Diese sollte schön dickflüssig, leicht süßlich, mit deutlichem, aber nicht zu scharfem Senfaroma sein + Am besten passen klassische Salzkartoffeln oder Pellkartoffeln dazu + Diese gern mit Dill oder Kümmel oder Petersilie oder Schnittlauch bestreuen + Die Eier sollten auf keinen Fall zu hart gekocht werden + Aber auch nicht zu weich, man will sie ja noch in den Eierschneider geben, ohne dass es spritzt + Wachsweich ist hier genau die richtige Konsistenz + Mittelgroße Eier benötigen dafür cirka 6 Minuten und 40 Sekunden
Mit diesem Gericht kann man auf der ganzen Welt auftrumpfen + Ich selbst habe dafür in Japan einen schwarzen Gürtel bekommen + Deshalb + Erprobt vor allem die Soße zuerst an undankbaren Einheimischen, Lorbeeren werdet ihr im Ausland erhalten
So und nun zu euch + Steht ihr auch so auf Senfeier wie ich und die Japaner? + Oder macht eure Mutti das Gericht ganz anders? + Oder wohnt ihr etwa in Süddeutschland und hört deshalb zum ersten mal von dieser günstigen Nachkriegskost die vor allem Großküchenkinder im Osten so schätzen gelernt haben?